Nette Begegnungen

Alice Moireau

Donnerstag 9 September 2021

Wir haben Alice bereits vor ein paar Jahren kennengelernt, als sie noch für uns modelte!

Umso mehr freuen wir uns, sie heute in Marseille wiederzutreffen und mehr über ihre köstliche Leidenschaft zu erfahren, die sie mittlerweile zu ihrem Beruf gemacht hat: das Kochen. 

Wer bist Du und wie sieht Dein Werdegang aus?
Ich heiße Alice und bin in Paris geboren, aber auf dem Land, am Ufer eines Flusses, im Loiret, aufgewachsen. Schon sehr früh entwickelte ich ein Faible für die Welt des Kochens, jedoch nicht nur für die Kochkunst an sich, sondern für alles, was damit zu tun hat: Löffel, Tischdecken, Geschirr, Verpackungen aus dem Supermarkt, die Gemüsestände auf dem Markt... Ich kochte sehr viel und ließ mich bei der Zusammenstellung der Gerichte sowie bei der Tischgestaltung von den Jahreszeiten inspirieren. Ich bin mit 18 Jahren nach Paris gegangen, wo ich meine Ausbildung mit dem Ziel, eines Tages mein eigenes Restaurant zu eröffnen, absolvierte. Mit zunehmendem Alter wurde mir klar, dass ich die Welt des Kochens zwar zu meinem Beruf, daneben aber auch noch etwas anderes machen wollte. Und das lernt man während der Ausbildung nicht. So sammelte ich viele Erfahrungen und verdiente mir mit Modeljobs genügend Geld, um mein Studium und meine Reisen zu finanzieren, die es mir ermöglichten, die Küche fremder Länder zu entdecken und kennenzulernen. Trotz all dem habe ich meine Ausbildung nicht abgebrochen, sondern zusätzlich an der Pariser Ecole Estienne (Hochschule für Kunst und Druckindustrie) Design und Kommunikationsstrategie studiert, wo ich mit Grafikern, Typografen, Raumgestaltern etc. zusammenarbeitete. Im Anschluss daran habe ich an der Sciences Po außerdem noch einen Master gemacht, und zwar ebenfalls im Bereich Kommunikation. Heute bin ich glücklich, dass ich in der Welt arbeiten darf, die mich als junges Mädchen so zum Träumen gebracht hat, und dass ich dadurch die Chance habe, meine Leidenschaft jeden Tag aufs Neue zu leben.
Wie entstand Deine Liebe zum Kochen?
Ich denke, dass sie sich aus dem Zusammenspiel unterschiedlicher Faktoren ergab: mein Vater kochte sehr viel, meine Mutter bemalte Speiseservice für die Steingutfabrik Gien, meine Patentante war Foodstylistin und organisierte Foodevents für Hermès, Chanel oder schmückte die Schaufenster von Ladurée, eine englische Freundin meiner Mutter hatte einen tollen Laden in London, wir waren mit dem italienischen Chefkoch Antonio Carluccio befreundet... Meine ganze Kindheit war also irgendwie von der Welt der Tischkultur und der Kochkunst geprägt! Und vor allem haben alle gerne gegessen!
Erzähl uns doch etwas über Dein Kochbuch „Au pays d‘Alice“, wie bist Du darauf gekommen, dieses Buch zu schreiben?
Die Idee zur Herausgabe des Buchs entstand fast wie von selbst nach dem ersten Lockdown: Paul-Henry Bizon, Schriftsteller und ehemaliger Chefredakteur von Fooding, brachte mich darauf, da er meine Videos kannte, die ich täglich auf Instagram postete. Wir haben das Projekt schnell auf den Weg gebracht und ich habe alle Fotos zu den Rezepten, die ich in meinem Haus im Loiret zubereitet hatte, für die Veröffentlichung des Buchs im vergangenen April nochmal aufgenommen.
Könntest Du uns etwas über Deine Küche erzählen?
Mein Buch ist eine Sammlung sehr persönlicher Rezepte, die ich schon seit meiner Kindheit koche: Gerichte, die ich als Kind mit meinem Vater zubereitet habe sowie Rezepte, die mir meine Patentante mit auf den Weg gegeben hat, aber auch kleine selbst erdachte Kreationen sowie andere, die von meinen Reisen stammen. Eine fröhliche Mischung dessen, was ich schon seit Jahren für meine Freunde und meine Familie koche.
Für Dich ist ein Essen nicht möglich ohne...?
Sehr gute Zutaten, für deren Auswahl man sich Zeit nimmt und mit denen man sich auskennt. Das gehört auch zu den Freuden des Kochens.
Welchen Bezug hast Du heute zu Mode?
Mit Mode werde ich immer die Welt verbinden, in der ich meine besten Freunde und sehr viele kreative Menschen kennengelernt habe. Außerdem verbinde ich damit eine Welt, in der ich seit meinem 14. Lebensjahr zu Hause bin, wodurch für mich eine ganz besondere Beziehung zu Mode entstanden ist.
Was ist Deine erste Erinnerung an Mode?
Die ersten Jahre, in denen ich endlich das tragen durfte, was ich wollte!
Wie würdest Du Sessùn in 3 Worten beschreiben?
Boho, sonnig und natürlich.
Wenn Sessùn ein Gericht wäre, wäre sie...?
Natürlich eine Pissaladière!
Wenn Deine gesamte Garderobe Feuer fangen würde, welches Stück würdest Du aus den Flammen retten und warum?
Meine französischen Marineschuhe, die überall in Frankreich ausverkauft und unauffindbar sind!
Danke, Alice!

Entdecken Sie Alices Welt auf ihrer Instagram-Seite.

Bildnachweise: Florian Touzet

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